Madeleine
Sonntag, 1. Januar 2012
Vielleicht geht es so
Ich bin jetzt dazu übergegangen, nach Lösungen für mein Kleidungsproblem zu suchen, denn neue Wintersachen müssen her und ich habe nur entsetzt abgewunken, als man mich zu H&M zerren wollte. Im Internet habe ich einen Hinweis auf einen Tommy Hilfiger Lagerverkauf hier in der Nähe gefunden. Ich weiß nicht, ob da nur Ramsch angeboten wird, aber wenn der Tommy Hilfiger Lagerverkauf tatsächlich hält, was er verspricht und auch nicht allzu teuer ist, wäre ich überglücklich. Denn der Tommy Hilfiger Lagerverkauf würde genau die Marke und genau das Bild bedienen, die ich am liebsten trage. Ich bin gerne klassisch gekleidet und das trifft ja eindeutig darauf zu, oder? Ich habe schon meine Mutter gefragt, ob sie am Wochenende mal mit mir zu diesem Tommy Hilfiger Lagerverkauf fährt. Sie hat erst einmal nachgefragt, ob ich das mit dem Tommy Hilfiger Lagerverkauf wirklich ernst meine (so kennt sie das ja gar nicht von mir), aber dann begeistert eingewilligt. Ich glaube, sie erhofft sich von diesem Tommy Hilfiger Lagerverkauf noch mehr als ich, sie trägt die Sachen nämlich selbst eigentlich auch ganz gerne. Naja, ich bin mal gespannt. Auch wenn die Kleidung bei diesem Tommy Hilfiger Lagerverkauf natürlich nicht aus der aktuellen Saison sein wird, kann man ja mal hoffen, dass etwas Vernünftiges dabei rauskommt.
Dienstag, 27. Dezember 2011
Mein notwendiges Existenzniveau
Worauf lege ich denn eigentlich Wert? Ich brauche kein teures Essen oder so etwas. Das, was mich wirklich glücklich macht, ist die Möglichkeit, mir an Kleidung zu kaufen, was ich möchte. Ich habe schon in der Schule gerne teure, qualitativ hochwertige Sachen getragen, was sich später fortgesetzt hat und woran ich mich natürlich gewöhnt habe. Mir tut das schon weh, dass ich das heute nicht mehr kann. Für mich ist es einfach irgendwie undenkbar, zu H&M oder C&A einkaufen zu gehen, da fühle ich mich einfach unwohl. Dass meine Eltern mir diesen „Luxus“ nicht finanzieren können und auch nicht wollen, ist verständlich.
Dienstag, 20. Dezember 2011
Das liebe Geld
Ich habe schon in der Schulzeit immer nebenbei gearbeitet, weil ich es sehr wichtig fand, mein eigenes Geld zu haben. Immer 400€ extra zum Taschengeld zu haben, hat mir ziemlich gut gefallen. Eigentlich verständlich, oder? Aber damals musste ich noch keine Miete bezahlen. Und in der Ausbildung habe ich zwar mehr verdient als 400€, ich musste meinen Lebensstandard, auch dank der zusätzlichen Förderung, nur minimal einschränken. Aber nun ist es wirklich ganz vorbei. Ich habe im letzten Jahr meiner Ausbildung, als sich abgezeichnet hat, dass ich das nicht durchziehe, gespart an allen Ecken und Enden. Aber letztendlich habe ich zu wenig, um wirklich ein schönes Leben zu haben. Ich würde am liebsten wieder nach Hause ziehen, aber das geht leider nicht. Zum Glück unterstützen meine Eltern mich, aber es fehlt eben doch etwas. Ich kann meinen bisherigen Lebensstandard nicht mehr aufrechterhalten. Das klingt arrogant, aber wenn man sich erst einmal daran gewöhnt hat, fällt die Umstellung schwer.
Mittwoch, 14. Dezember 2011
Ausbildung
Ich mache seit einem Jahr eine Ausbildung zur Industriehandelskauffrau. Ich weiß, ich weiß, ich bin schon 23, ich bin also ziemlich spät dran. Das liegt aber daran, dass ich zuerst eine ganz andere Ausbildung gemacht habe, nämlich eine zur Tierarzthelferin. Wie ich von dem einen auf das andere gekommen bin, verstehe ich auch nicht so ganz. Jedenfalls verdiene ich in beiden Ausbildungen eigentlich ziemlich schlecht und habe daher in meiner ersten Ausbildung noch Ausbildungsförderung bekommen, weil ich aus meiner Heimat, einer Kleinstadt, wegziehen musste in die nächstgrößere Stadt, in der die Wohnungspreise dementsprechend auch happig waren. Das konnte ich mit dem schmalen Ausbildungsgehalt einfach nicht bezahlen. Danach habe ich dann aber beschlossen, noch eine andere Ausbildung zu machen, weil ich die zur Tierarzthelferin einfach furchtbar fand. Mein Vater wollte aber unbedingt, dass ich die durchziehe. Und hier bekomme ich nun einmal keine Förderung mehr, was sich ziemlich stark bemerkbar macht.
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